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CARNIVORE MO.++CKER! 

Es gibt kaum Untersuchungen die sich wirklich "für oder gegen" Fleisch aussprechen – was aber klar ist? Dass Fleisch alle essentiellen Aminosäuren, Fettsäuren und Mikronährstoffe enthält in extrem gut bioverfügbarer Form und mit Taurin, Carnitin, Kreatin, ebenso Carnosin, B12, Hydroxyprolin und Kollagen, noch einige "Blockbuster" die in der Pflanzenwelt einfach nicht vorkommen (O´Hearn 2020). Der Glycingehalt ist ebenfalls höher, man muss weniger Protein aufnehmen für die optimale Proteinsynthese des Sportlers im Vergleich zu reiner Pflanzenkost und du findest hier keine FODMAPs, kein Gluten, Phytate oder andere großartigen Antinutriente…

Eine sogenannte "Carnivore Ernährungsweise" wirkt sich nicht nur in der Praxis positiv auf die meisten der heutigen Erkrankungen aus – ich arbeite seit 15 Jahren in dem Bereich und sorry, es wirkt – sondern auch in Studien gibt es einen Haufen Daten welche die fast schon "heilsame Wirkung" einer "pflanzenarmen Kost" sowie auch ketogener Ernährungsweisen bescheinigen (Lennerz et al 2021, Dowis et al 2021, Ludwig et al 2020 uvm.).

"Krankheiten" die sich in der Praxis erfolgreich mit "Hypercarnivoren" Ernährungsweisen "behandeln" lassen sind: Chronische Entzündungen, chronische Schmerzen, Darmprobleme wie Morbus Crohn, Colitis, Leaky Gut und Allergien, die meisten Autoimmunerkrankungen, Diabetes Typ 2 (evtl. Typ 1 auch, es gibt einige Daten dazu), Migräne, Parkinson, Alzheimer, Übergewicht, evtl. FMS und CFS, auf jeden Fall auch Lipödeme, Epilepsie und viele andere…

Eine fleischreiche und CHOLESTERINreiche Nahrung hat auch nicht zwangsläufig einen  cholesterinerhöhenden Effekt (Cassady et al 2007) und sowieso sind leicht erhöhte Cholesterinspiegel von bis zu 250 mit einer geringeren Mortalität und weniger Infektionskrankheiten assoziiert (Yi et al 2019). Wenn dir jemand sagt, dass "vegane Ernährungsweisen den Cholesterinspiegel senken, dann ist das ein recht schlechtes Verkaufsargument…

Ketogene Ernährungsweisen wirken schmerzlindernder als nicht ketogene Ernährungsweisen bei Menschen mit chronischen Schmerzen (Field et al 2022). Auch Harnsäure korreliert eher mit erhöhten Insulinspiegeln, Übergewicht und dem Verzehr von "verarbeiteten Kohlenhydraten" als mit Fleisch und Protein (Juraschek et al 2016, Gill et al 2013) und fleisch- und proteinreiche ketogene Ernährungsweisen reduzieren eher die Beschwerden bei Entzündungen und Gicht (Goldberg et al 2017, Baloch et al 2020).

Eisen ist ebenfalls kein größeres Problem: Hepcidin hemmt Ferroportin und somit die Eisenaufnahme in der Darmzelle und Insulin erhöht Hepcidin – ist die Leber insulinresistent, dann akkumuliert Eisen im Körper, wodurch du entzündlicher und insulinresistenter wirst (Shim et al 2017, Wang et al 2014) – Ziel ist es dann bei solchen Störungen die Insulinsensitivität zu verbessern: Einer Metaanalyse aus dem Jahr 2020 ist zu entnehmen, dass ketogene Ernährungsweisen heilsam auf Insulinresistenzen und Diabetes wirken (Yuan et al 2020). Und ja, 750g Rind hat auch nur 19mg Eisen und 1000g Schwein im Schnitt 10mg Eisen – bei einem Bedarf zwischen 10 und 20mg am Tag passt das sowieso noch…

Du musst aber nicht nur Fleisch essen, schon gar nicht nur "rotes". Etwas Leber, etwas Geflügel, etwas Schwein, etwas Rind, Garnelen, Fische, Insekten, Eier, wenn du Milchprodukte verträgst dann auch Quark, Joghurt, Rohmilch, Käse. Wenn du unsicher bist, dann lass in den ersten 16 Wochen ein paar Blutwerte, u.a. Ferritin bestimmen, alle 4 Wochen. Zuerst gehen Triglyzeride, CRP, auch Harnsäure und oft auch Ferritin und Cortisol nach oben, was aber nur der "Ernährungsumstellung" geschuldet ist. Danach pendelt sich alles ein und verbessert sich in 90% der Fälle.

Auch die TMAO-Spiegel hängen nicht zwangsläufig mit dem Betain-, Carnitin- oder Fleischverzehr zusammen, sondern mit der Insulinresistenz der Leber (DiNicolantonio et al 2019). Schon wieder… und komisch ist sowieso, dass der "herzgesunde" Fischverzehr mit einem höheren TMAO-Spiegel im Blut einhergeht als beim Verzehr von Fleisch oder Eiern – auch dieser "Vorwurf gegen das böse Fleisch" ist nicht korrekt oder vollständig.

TMAO korreliert mit Herzinfarkten, aber es ist in etwa so: Bei jedem Feuer findest du auch Feuerwehrmänner – aber du glaubst doch nicht, dass diese das Feuer gelegt haben, oder? TMAO ist nicht zwangsläufig ein Boogieman, sondern nur jemand, der zufälligerweise auch daneben stand (wie mit dem Cholesterin, der ist nur ein Transporter = WER IST DER FAHRER? Das ist entscheidend!)…

Und ob Neu5GC wirklich gefährlich ist wissen wir auch noch nicht – es gibt bisher keine kontrollierte Interventionsstudie welche die bisherigen "Hypothesen" bestätigen, zumal Krankheit sowieso nie (!) monokausal ist. Eine interessante Studie aus dem Jahr 2019 zeigt, dass eine fleischreiche Kost das Mikrobiom in der Art verändert, dass Neu5GC vermehrt abgebaut und ausgeschieden wird (Zaramela et al 2019) und wenn sich das bestätigt, dann hieße es: Je weniger Fleisch du isst, desto eher macht es dich krank. Der Punkt ist: Wir wissen es noch nicht genau!

Neu5GC ist und bleibt ein heißes Thema – es gibt viele Tierstudien und "Korrelationen", ja selbst Wirkmechanismen – aber was fehlt sind Beweise am lebenden Menschen im gesamten Kontext. Wenn der milchfressende Bodybuilder und Sportler eher mehr Gesundheit als Krankheit ausstrahlt, dann wackelt die "Neu5GC-Milch-ist-auch-schlecht"-Hypothese etwas. Wenn Milch MS machen soll, warum tritt das dann nicht gehäuft bei den Menschen auf, die vermehrt Milch konsumieren, fast nur? Schau dir den Bodybuilder an: 500g Quark jeden Tag, dazu 1l Milch pro Tag, dazu Käse, Whey- und Milchprotein und was ist? Der ist gesünder als 99% der Weltbevölkerung. Es gibt so viele "Säulen der Gesundheit", das kannst du nicht auf einen einzigen Faktor herunterbrechen. Ähnlich ist es mit Neu5GC – warum reduziert eine fleischreiche Kost den CRP Spiegel und andere Blutparameter? Warum wirkt es so heilsam bei so vielen Gesundheitsstörungen? Es KANN nicht so einfach sein wie man es gerne hätte, vor allem nicht, wenn es in der Praxis halt einfach anders aussieht. Die Studie mit der Darmflora oben ist EIN Erklärungsansatz. Dann die Daten aus dem vorherigen Newsletter mit den Probiotika oder Lactoferrin in Kombination mit Nahrung – dass Neu5GC nicht isoliert betrachtet werden sollte, sondern immer in Kombination mit der gesamten Nahrung und der aktuellen Immunlage – viel Interleukin 10 = kein Problem, eh schon entzündlich und eher IL6 lastig = ein Problem. Und so weiter!

Die bisherigen epidemiologischen "Studien" sind auch einfach "Humbug" – du kannst nicht hochrechnen was die nächsten 20 Jahre passiert oder was die letzten 20 Jahre Probleme gemacht hat auf Basis von schwammigen Fragebögen und ähnlichem. Was du aber tun kannst, das mache ich und viele andere Therapeuten in der Praxis: Jemand kommt mit Krankheit X zu dir, du startest eine Intervention und er bekommt Krankheit Y – kleiner Scherz… – nein, er bekommt weder Krankheit Y, noch behält der Krankheit X. Da sagst du den Leuten "modifizierte Carnivore Diät" und die sind weniger müde, korrigieren ihre Gesundheitsstörung, haben keinen Durchfall mehr und die "objektiven" Blutparameter verbessern sich auch noch. Ja was soll es denn dann immer zu sagen "ja, wirste sehen, du wirst krank werden" – wieso? Weder gibt es gute Daten die das zeigen (!), noch zeigt sich das in der Praxis und auch evolutionsbiologisch und physiologisch macht das überhaupt keinen Sinn.

Um das bisher gesagte zusammenzufassen: Fleisch ist trotzdem schlecht, was weiß doch wohl jeder.

In dem Sinne! 

Gruß,
Chris

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